Young Thug und das 100.000$-Musikvideo-Desaster

Künstler stehen im Ruf so ihre Eigenarten und Marotten zu haben: Nur grüne M&Ms zur Nahrungsversorgung und komplett weiße Backstagebereiche, das kennt man. Und dass so Mancher wegen Drogen-, Frauen-  oder sonstwelche Geschichten nicht zum Konzerttermin auftaucht, gehört in manchem Musikgenre gar zum guten Ton.

Auch Young Thug scheint kein besonders zuverlässiger Zeitgenosse zu sein. Denn obwohl er schon seine Ideen für sein Musikvideo für „Wyclef Jean“ als Bandansage bei Regisseur Ryan Staake hinterlegt hatte („Kiddie cars“ und vor allem „Bitches“), letzterer mit seinem gesamten Filmteam bereitstand und die Plattenfirma mal eben 100.000 Dollar für das Kurzfilmchen locker gemacht hatte – der gute Mann tauchte einfach nicht auf. Einmal schien man kurz davor, den Maestro zu Gesicht zu bekommen. Doch als der mit zehn Stunden Verspätung einrollte, wollte er nicht aus dem Auto steigen: Sein Instagram-Account war wohl gehackt worden.

Doch Staake verzagte nicht, sondern erzählt in dem Fünf-Minuten-Clip einfach, wie die Geschichte und der Dreh einfach auseinanderfallen. Genau in zwei Sequenzen tacuht der Künstler selbst auf. Die hatte er seperat selbst gedreht und seinem Regisseur zwei Monate später zugeschickt. Passt zwar nicht, war Staake dann aber auch egal, denn: „Das Video hat über 100.000 US-Dollar gekostet und der Künstler ist nie aufgetaucht. Aber ihr schaut es trotzdem gerade. Ich denke mal, es hat funktioniert.“

Björn

Björn

Serienaficionado, Gamefanatic, Musiknerd und bekennendes Web 2.0-Opfer mit einer besonderen Vorliebe für jedweden Schwachsinn, den das Netz zu bieten hat.
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